Neue Möglichkeiten mit E-Training

Eine Kombination aus technischen, baulichen und organisatorischen Massnahmen im Bereich Notfall- und Krisenmanagement erhöht die Sicherheit. Um ein noch höheres Mass an Sicherheit zu gewährleisten, spielt der Faktor «Mensch» eine entscheidende Rolle. Daher ist es von zentraler Bedeutung, Mitarbeitende der eigenen Organisation nachhaltig zu sensibilisieren und auf Ereignisfälle vorzubereiten. E-Training kann dabei helfen.

Krisenstabssimulationen, Probeläufe bei Evakuationen im Brandfall oder der berühmte Nothelferkurs. Schulungen und Trainings sind auch im Bereich Notfall- und Krisenmanagement weit verbreitet. Die Vielfalt des Angebots solcher Schulungen und Trainings ist gross, ebenso die Durchführungs- und Gestaltungsvarianten. Das zeigt unter anderem das weitverbreitete Bedürfnis von Organisationen, solche Dienstleistungen für sich bzw. die eigenen Mitarbeitenden in Anspruch zu nehmen.

Warum der Faktor «Mensch» so wichtig ist

Viele Mitarbeitende kennen die vielfältigen Risiken und Gefährdungen zu wenig, denen sie und ihre Organisation innerhalb der Arbeitswelt ausgesetzt sind. Dies kann u.a. dazu führen, dass

  • Sicherheitsmassnahmen nicht bekannt sind oder nicht verstanden werden
  • Sicherheitsmassnahmen als störend und unnötig erachtet werden
  • eine gewisse Sorglosigkeit im Umgang mit dem Thema vorherrscht
  • zu fest nur auf technische oder bauliche Schutzmassnahmen vertraut wird
  • wenig oder keine persönliche Verantwortlichkeit für die Sicherheit empfunden wird

Dies ist problematisch, weil im Ereignisfall schnelles und zielgerichtetes Handeln entscheidend sein kann. Dies ist aber nur möglich, wenn die betroffenen Personen über die nötige Awareness verfügen, wie im Ereignisfall vorzugehen ist. Für eine nachhaltige Sensibilisierung ist es wichtig, den Mitarbeitenden der Organisation die Gründe und Ziele von Sicherheitsvorkehrungen aufzuzeigen und so ein Grundverständnis für das Thema zu fördern. Durch eine verständliche Vermittlung von Risiken und Gefährdungen sowie konkreten Handlungsanweisungen lassen sich im Ereignisfall positive Verhaltensänderungen herbeiführen. Dies führt im Idealfall zu einem höheren Sicherheitsbewusstsein, was einerseits das Notfall- und Krisenmanagement der Organisation und andererseits übergeordnet deren Resilienz stärkt.

E-Training bietet neue Möglichkeiten

Um die Sensibilisierung sowie richtiges Handeln zu fördern, bieten sich Schulungen und Trainings an. Die Digitalisierung und der anhaltende Trend in vielen Bereichen zu E-Learning bietet auch im Notfall- und Krisenmanagement neue Möglichkeiten. Im Vergleich zu herkömmlichen Trainings – meist vor Ort vor versammelter Belegschaft – finden E-Trainings im digitalen Raum statt, wobei häufig Videos, Vorträge, Textdokumentationen oder auch interaktive Varianten (z.B. Wissensabfrage in Quizform) zum Zuge kommen. Das Angebot ist auch in diesem Bereich bereits sehr vielfältig und beinhaltet beispielsweise Inhalte wie IT-Sicherheit, Bedrohungsmanagement am Arbeitsplatz, Reisesicherheit im Ausland, Compliance, Datenschutz, Hygienemassnahmen im Pandemiefall oder Erste Hilfe und Notfallversorgung. Kurze und nutzerzentrierte E-Trainings als «on the job»-Schulung in regelmässigen Abständen helfen, das Sicherheitsbewusstsein präsent zu halten und im Idealfall zu erhöhen. Zudem sprechen weitere Gründe für den Einsatz von E-Training:

  • moderner Wissenstransfer mit verhältnismässig wenig Aufwand
  • zeit- und ortsunabhängiges Lernen
  • kann den unterschiedlichen Wissensstand berücksichtigen
  • ist einfach und als interaktive Abwechslung im Arbeitsalltag integrierbar
  • auf verschiedenen Endgeräten anwendbar
  • Statistische Auswertungen (z.B. in welchem Bereich ist noch ein zu tiefer Wissensstand innerhalb der Organisation vorhanden)

E-Training kann also unterstützen, um den eigenen Mitarbeitenden das notwendige Rüstzeug zu vermitteln, um potentiell sicherheitskritische Situationen selbstständig zu erkennen und angemessen zu reagieren. Wichtig zu erwähnen bleibt, dass E-Training alleine kaum ausreicht, um die nötige Sensibilisierung innerhalb der eigenen Organisation zu erreichen. Richtig eingesetzt, kann es aber einen wesentlichen Beitrag leisten.

E-Training auf der Roadmap von e-mergency

Wir verfolgen die Idee eines E-Training-Ansatzes bei e-mergency schon länger, weil auch wir überzeugt sind, dass die interaktive und trainingsbasierte Sensibilisierung von Mitarbeitenden das Notfall- und Krisenmanagement einer Organisation nachhaltig verbessern kann. Bisher haben wir in der Weiterentwicklung (noch) andere Prioritäten gesetzt, um die Grundfunktionalitäten sowie das Krisenmanagement weiter auszubauen und so den ganzheitlichen Ansatz konsequent umzusetzen. Für das E-Training auf unserer Roadmap existieren bereits erste Ideen und Skizzen, wie ein solches Feature schrittweise umgesetzt werden kann. Hast du weitere Ideen und Inputs, wie wir mithilfe eines E-Training-Angebots den Mehrwert für deine Organisation erhöhen können? Melde dich bei uns und gestalte unsere Roadmap aktiv mit!

Verwendete Quellen:

  • Sicherheit. Das Fachmagazin. Ausgabe 2
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