Unser 2019

Auf dem Weg zur Vision eines Community-/Ökosystem-Ansatzes

Das Jahresende ist immer eine gute Gelegenheit, die vergangenen Monate zu reflektieren und einzuordnen. Wir blicken deshalb auf unser persönliches 2019 zurück – offen, ehrlich und selbstkritisch. Es war extrem viel los. Wir haben wichtige Entwicklungsschritte gemeistert. Wir haben Fehler gemacht. Wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns. Aber wir sind auf dem richtigen Weg.

In der Hektik des operativen Alltags vergessen wir manchmal, aus einer übergeordneten Sicht den Stand der Dinge zu betrachten. Deshalb führen wir quartalsweise Retros durch, in denen wir versuchen, das vergangene Quartal Revue passieren zu lassen und die kommenden Aufgaben zu planen – immer in Einklang mit unseren strategischen Leuchttürmen. Was uns dabei jedes Mal aufs Neue bewusst wird: Es ist beeindruckend, wie weit wir in den letzten Monaten und insbesondere seit dem Start vor vier Jahren gekommen sind. Oft rückt das in den Hintergrund, weil wir dazu tendieren, uns auf die noch anstehenden Herausforderungen zu fokussieren. Klar, Zufriedenheit bedeutet Stillstand und Stillstand bedeutet in unserer dynamischen Welt Rückschritt. Besser und schneller ist fast immer möglich. Aber ab und zu vergessen wir dabei, was wir als Team alles geleistet und erreicht haben. Und das ist auch im Jahr 2019 nicht wenig:

Umzug und ein wachsendes Team

Das Wachstum in den letzten eineinhalb Jahren führte dazu, dass wir an unserem alten Standort in der Zuger Herti keinen Platz mehr hatten. Deshalb sind wir gemeinsam mit unserer Partnerfirma exanic AG – Digital Factory im Frühling nach Baar gezogen. Ein Umzug in einer Wachstumsphase mit zeitgleicher Aufrechterhaltung des operativen Betriebs ist immer eine grosse Herausforderung. Diese haben wir dank dem hohen Einsatz und der Flexibilität des Teams ohne grössere Zwischenfälle gemeistert. Die Teamgrösse von e-mergency hat sich seit Beginn fast verdoppelt. Wir haben unser Business Development sowie das Customer Success Management verstärkt, einen Product Owner als Unterstützung für das Produktmanagement sowie neue Software Engineers an Bord geholt. Das Team hat sich trotz vielen neuen Mitgliedern, neuen Rollen und neuer Aufgabenteilung schnell gefunden und sich gut eingespielt. Motivation und Leidenschaft für e-mergency sind spürbar. Das macht Freude.

Produktmanagement: Die Vision eines ganzheitlichen Ansatzes

Das Produktmanagement bildet unser Herzstück und gibt basierend auf unserer Strategie die zukünftige Richtung für e-mergency vor. Es muss die technischen Rahmenbedingungen sowie die Bedürfnisse unserer Kunden in Einklang bringen. Das hat aufgrund begrenzter Kapazitäten immer auch wieder Trade-Off-Entscheidungen zur Folge. Mit Aufgebotsmodul, Sammelplatz-Funktion, Durchsage (Text-2-Speech), verlinkten Krisenteams, Optimierungen des automatisierten Nachrichtenversandes oder Anbindungen von Drittsystemen wie beispielsweise Brandmeldeanlagen haben wir wichtige Schritte im Rahmen der Produktentwicklung gemeistert. Zeitgleich haben wir auch begonnen, unseren Technologie-Stack zu erneuern, damit wir die zukünftig geplanten Erweiterungen auf einer modernen technologischen Basis umsetzen können. Sind wir fertig? Nein, noch lange nicht. Mit den zahlreichen Ideen wird es auch in Zukunft eine Herausforderung sein, die Produkt-Roadmap möglichst zielführend zu gestalten – immer mit der Vision eines ganzheitlichen Ansatzes.

Business Development: Neue Kunden und Geschäftsfelder sowie der Schritt ins Ausland

Wir haben zahlreiche neue Kunden gewonnen. Im Bereich der Schweizer Schulen vertrauen neu nach Zürich und Solothurn alle Schulstufen der Kantone Thurgau, Schaffhausen und St. Gallen auf unsere Lösung. Mit weiteren Kantonen führen wir Gespräche. Durch Zusagen von weiteren Einzelschulen sind wir mittlerweile in 14 Schweizer Kantonen vertreten – nach nur drei Jahren. Im Tertiärbereich haben sich neben der ZHAW auch die ipso-Schulen für unsere Lösung entschieden. Zusätzlichen konnten wir bei den Unternehmenskunden mit Losinger Marazzi AG einen renommierten Kunden aus der Baubranche gewinnen und haben zahlreiche weitere Anfragen von bekannten Unternehmen aus dem In- und Ausland erhalten. Mit dem Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS) durften wir mit «Sport & Freizeit» ein neues Geschäftsfeld in Angriff nehmen. Weitere Organisationen wie beispielsweise IdéeSport folgten, Organisationen wie Jubla und Pfadi haben Interesse. Nicht zuletzt gelang uns mit der Einführung des operativen Betriebs bei Georg Fischer in Österreich sowie der Zusage des Zoo Berlins auch der Schritt ins benachbarte Ausland. Nicht zu vergessen sind die gesamte Basisarbeit in Form einer komplett überarbeiteten Website und neuer Kommunikationsmittel, die Teilnahme an Events, die begonnene Einführung eines systematischen Customer Success Managements, die sich im Aufbau befindende Servicelandschaft oder das mit ersten Schritten initiierte Ökosystem mit Partnern.

Forum Notfall- und Krisenmanagement an Schweizer Schulen

Ein weiteres Highlight von 2019 war das erstmals durchgeführte Forum für Notfall- und Krisenmanagement an Schweizer Schulen. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Kantonen haben wir innerhalb von wenigen Wochen einen Event mit knapp 100 Teilnehmenden auf die Beine gestellt. Ein spannender Impulsvortrag, interaktive Workshops sowie ein passendes Rahmenprogramm bildeten die Basis für einen gelungenen Event. Der grosse Andrang hat uns selbst etwas überrascht, zeigt jedoch, dass das Bedürfnis nach Austausch zu diesen Themen vorhanden ist. Wir werden das Forum in den nächsten Jahren weiter ausbauen, weitere Zielgruppen ansprechen und versuchen, den Community-Gedanken noch stärker zu verankern: ganz im Sinne von «gemeinsam für mehr Sicherheit im Alltag».

Der Mehrwert von Fehlern und bekannte Wachstumsschmerzen

Lief immer alles rund? Natürlich nicht. Das ist auch nicht möglich. Wir sind ein Start-up mit den klassischen Wachstumsschmerzen, denen sich wohl viele jüngere Unternehmen ausgesetzt sehen. Die internen Prozesse sind noch nicht ausgereift, wir hatten gefühlt immer Kapazitätsmangel und setzten auch mal falsche Prioritäten. Die Reaktionszeiten fielen teilweise zu lange aus und gewisse Dinge konnten wir nicht ganz so perfekt abhandeln, wie wir es eigentlich gerne hätten. Wir haben auch Fehler gemacht. Im Produktmanagement haben wir in gewissen Bereichen Lehrgeld bezahlt und mussten im Sinne der Produktstabilität nachbessern oder haben gewissen Faktoren nicht genügend Beachtung geschenkt. Wir haben auch mal den falschen Lieferanten ausgewählt und wurden enttäuscht, wobei man selbstkritisch anmerken kann, dass es immer zwei Seiten für eine gute Zusammenarbeit braucht. Wir haben «Pitches» gegen Konkurrenten verloren, weil wir unseren Ansatz zu wenig gut vermitteln konnten oder andere einfach (noch) besser waren. Wir haben bei Vertragsverhandlungen oder im Pricing-Modell nicht immer an alles gedacht. Genau diese Dinge machen uns aber stärker, lassen uns lernen und reifen.

Ausblick 2020

Und das ist auch unser Anspruch und unsere Aufgabe zugleich für das neue Jahr. Wir wollen unseren Weg weitergehen, den Mut für neue Ansätze beibehalten und etwas frecher und dynamischer sein als traditionelle Anbieter. Als Team wollen wir gemeinsam an neuen Aufgaben wachsen. Aus Produktsicht stehen zentrale Erweiterungen für das Krisenmanagement sowie der Technologie-Wechsel auf dem Programm. Wir wollen bestehende Geschäftsfelder noch besser durchdringen, neue erschliessen und unsere Botschaften gezielter vermitteln. Wir wollen den Community-Ansatz in Form von Austausch und Events ausbauen und stärker leben. Die Servicelandschaft und das Ökosystem müssen weiterentwickelt werden. Wir wollen weiterhin Spass haben bei dem, was wir tun.

Wir freuen uns darauf, e-mergency mit Euch, liebe Kunden und Partner, gemeinsam weiter vorwärts zu bringen. Geniesst die Festtage im Kreise von Familie und Freunden, erholt Euch gut und startet mit viel Elan ins neue Jahr – 2020 wird spannend und herausfordernd zugleich.
 

e-mergency® - Merry Christmas

 

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